Wer darf gewählt werden?

Zur JAV-Wahl können sich alle Auszubildenden und jungen Beschäftigten unter 25 Jahren aufstellen lassen.

Im Unterschied zu den Wahlberechtigten sind jugendliche Beschäftigte bis zu ihrem vollendeten 25. Lebensjahr wählbar (§ 60 Abs. 1, 61 Abs. 2 BetrVG).

Wer jedoch Mitglied des Betriebsrates (BR) ist, kann sich nicht in die JAV wählen lassen (§ 61 Abs. 2. S. 2 BetrVG). Ersatzmitglieder des BRs dürfen hingegen für die JAV kandidieren, wenn sie nicht vorübergehend oder endgültig ein anderes BR-Mitglied ersetzen.

Wer strafrechtlich verurteilt wurde, verliert das passive Wahlrecht, d.h. er oder sie kann nicht mehr gewählt werden. Mit einer Verurteilung erlischt das Rechte auf das Bekleiden öffentlicher Ämter (§ 61 Abs. 2 S. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 S. 3 BetrVG).

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist sehr wichtig für die Wahl und Zusammensetzung der JAV:

Ab drei Mitgliedern muss das Minderheitengeschlecht in der JAV gemäß seinem zahlenmäßigen Verhältnis im Betrieb vertreten sein.

Wahlunterstützer/-innen 

Um sich zur Wahl aufstellen zu lassen, benötigt der oder die Kandidat/-in aus dem Kreis der Wahlberechtigten Unterstützer/-innen (mind. fünf Prozent).

Unabhängig von der Betriebsgröße reichen 50 Unterstützende in jedem Fall aus. Es müssen aber mindestens drei Unterschriften sein.

In kleinen Betrieben bis zu 20 Wahlberechtigten reichen bereits zwei Unterstützungen.

Alternativ kann auch die im Betrieb vertretene Gewerkschaft Wahlvorschläge einreichen. Dazu sind Unterschriften von zwei Gewerkschaftsbeauftragten nötig.